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Spionage mit dem Babyphone: Abhören mal anders ...

Nachdem die Öffentlichkeit durch die Enthüllungen Eduard Snowdans über Ausspähaktivitäten der NSA erschüttert wurde, vielen Begriffe wie „Geheimdienst“ oder „abhören“ völlig zurecht in Ungnade. Dass der BND es damit kaum anders hält, tut dem keinen Abbruch.

Aber bei all dem Ärger kann man sich von den im Untergrund agierenden Supermächten auch etwas Positives abschauen. Warum sollte man nicht das Beste aus der Sache machen und die Abhörtechniken für den Eigengebrauch nutzen? Zum Beispiel um das eigene, schlafende Kind auch aus größerer Entfernung im Auge (oder im Ohr) behalten zu können...

Ob man sich das Babyphone tatsächlich von Abhörwanzen abgeschaut hat, ist fraglich und natürlich gab es dieses nützliche Gerät schon lange vor dem NSA-Skandal. Aber es zeigt, dass auch im Abhören etwas Gutes liegen kann. In den meisten Familien mit Kindern gibt oder gab es ein Babyphon. Nicht etwa weil man Abhören als Hobby betreibt, sondern aus einfacherem Grund: Hat man es einmal geschafft, das Kind friedlich schlummernd in sein Bett zu legen, möchte man in den meisten Fällen in Ruhe etwas erledigen.

Alles wird so einfach ...

Ob man nun fernsieht, kocht oder ganz einfach irgendwo in Ruhe ein Buch liest: Keiner rennt gerne alle zehn Minuten durchs Haus um nach dem Kleinen zu sehen; ob es vielleicht aufgewacht ist und weint oder versucht über das Gitter seines Bettchens zu klettern.

Stattdessen stellt man das Babyphone auf und geht entspannt seiner Beschäftigung nach. Denn sollte im Schlafzimmer irgendein Geräusch auf das Erwachen des Kindes hindeuten, so bekommt man davon sofort Meldung.

Das Baby wird perfekt überwacht

Das Babyphone gibt es in den verschiedensten Varianten. Die wohl häufigste ist ein zweiteiliges System, bei welchem man das eine Gerät im Schlafzimmer des Kindes aufstellt und das Zweite dort, wo man selbst sich gerade befindet.

Das Gerät beim Kind kann hierbei lediglich Geräusche aufnehmen und senden. Das Gegenstück hingegen kann nur Geräusche wiedergeben – diese bekommt es direkt aus dem Schlafzimmer zugesendet. Dabei ist die Tonqualität oft sehr schlecht, genügt aber vollkommen, um akustische Veränderungen festzustellen. Zudem leuchtet bei Störgeräuschen häufig noch ein kleines Licht auf, damit man auch bei Lärm gewarnt wird.

Je nach Modell ist es manchmal möglich, vom Empfängergerät aus etwas zum Sendegerät zu sagen, ähnlich wie bei einem Walkie-Talkie. Bei anderen Ausführungen wird man zusätzlich durch einen Vibrationsalarm gewarnt.

Greift man etwas tiefer in die Tasche, tut sich auch die Möglichkeit eines Babyphon mit Kamera auf. Dann ist es zusätzlich möglich, über den Fernseher oder einen kleinen Bildschirm am Empfängergerät das Kind visuell zu überwachen. Die größten Systeme werden über den Computer gesteuert und bieten Heimen oder Kliniken die Möglichkeit, viele Kinder auf einmal überwachen zu können.

Oft kommt die Frage auf, ob die „Strahlung“ denn dem Kind nicht schadet. Viele Geräte haben aber aus diesem Grund (und um die Akkulaufzeit zu verlängern) eine Einschaltautomatik eingebaut, sodass nur gesendet wird, wenn auch Geräusche zu hören sind.